Kleine Zeittafel

Kleine Zeittafel zur Geschichte Gladbecks

Siehe auch: www.Gladbeck.de/ Stadtportrait/Stadtgeschichte

1800 bis 900 v. Chr.   Urnenfelderleute in Ellinghorst, (Urnen im Museum) 
900 bis 10 v. Chr.   Kelten, Sigambrer 
zur Zeit Christi  Brukterer 
um 700  Sachsen dringen in das Vest ein 
799  Gründung des Klosters Werden 
um 860  Oberhof Ringeldorf (Hof des Stiftes Essen) 
9. Jahrhundert  Lamberti-Kirche und Kirchspiel Gladbeck 
um 900  „glatbeki“ wird in einem Urbar (Register) des Klosters Werden erwähnt
Dindo schenkte dem Kloster Werden Besitztümer in „glatbeki“ 
1019  Bischof Heribert schenkt dem Kloster Deutz die Kirche mit dem Zehnten in Gladbeck 
1161  erste urkundliche gesicherte Erwähnung Gladbecks 
um 1180  das Vest ist kurkölnisch 
1263  Ludolph de Witteringe wird urkundlich erwähnt 
um 1300  Vikarie Beatae Maria Virginis gegründet  
1401 und 1406  Quastenburg (gelegen westliche der Lambertikirche) wird an das Haus Westerholt verkauft 
1403  Schutzbrief für den Lambertusmarkt in Gladbeck; Ursprung des Appel-tatenfestes 
1569  kirchliche Visitation; Gladbeck hat 1200 bis 1300 Einwohner 
1583 - 1589  Obrist Schenk von Nideggen bringt mit seinen Truppen große Not 
um 1630  erste Volksschule 
1642  30jähr. Krieg; die Hessen zerstören Wittringen 
1652  Schützenverein gegründet 
1734  Johann Heinrich Riesener geboren; er wurde berühmter Möbelkünstler am französischen Königshof Louis XVI 
um 1800  rd. 2400 Einwohner 
1802  Bau der alten Lambertikirche (mit dem Zwiebelturm)
Zum Kirchspiel Gladbeck gehörten das Dorf mit der Kirche und die Bauerschaften Zweckel, Rentfort, Ellinghorst, Butendorf und Brauck  
1802 - 1811  Herzog von Arenberg ist nach der Säkularisation Landesherr 
1811 - 1815  Unter Napoleon gehörte Gladbeck zum Herzogtum Berg.
Das Dorf Gladbeck, Butendorf und Brauck gehören zur Mairie Buer;
Zweckel, Rentfort und Ellinghorst zur Mairie Kirchhellen 
1815  Das Vest wird preußisch 
1823  Das Urkataster Gladbecks wurde angelegt 
1865  Postagentur 
1873  Spatenstich für die Zeche Graf Moltke I/II (erster Name Rieckchen) 
1877  Beginn der Kohlenförderung
erste Straßenbeleuchtung: 6 Petroleumlampen 
1878  Eisenbahn Oberhausen – Dorsten – Rheine; Bahnhof Gladbeck an der Kirchhellener Straße nahe Abfahrt Gladbeck an der A 31 
1880  Eisenbahn Wanne – Gladbeck (Ost) – Dorsten – Winterswijk 
1884  Spar- und Darlehnskasse (Vorläufer der Volksbank) 
1885  1. April, Gladbeck wird selbständiges Amt (vorher Amt Buer);
1. Amtshaus mit zwei Räumen an der Hochstraße  
1886  evangelische Schule 
1887  Arzt lässt sich dauernd nieder 
1888  Gladbecker Zeitung (Vorläufer der Ruhr-Nachrichten)
1. Werkssiedlung an der Uhlandstraße für die Zeche Graf Moltke 
1893  evangelische Kirche; Notkirche an der Bottroper Str. westlich des Rathauses 
1894  Krankenhaus gegründet 
1896  Thyssen teuft die Zeche „Vereinigte Gladbeck“, später „Möllerschächte“, ab.  
1897  2. Amtshaus (Standort: heute Hertie) 
1899  Neubau der heutigen Lambertikirche im neogotischen Baustil 
1900  Rektoratsschule (Vorläufer des Ratsgymnasiums) 
1902  Möllerschächte geht an den preußischen Fiskus 
1904  Zeche Moltke III/IV förderfertig 
1905  Eisenbahn Oberhausen – Gladbeck West – Hamm 
1906  Zeche Mathias Stinnes III/IV Beginn der Kohlenförderung
Gemeindesparkasse eröffnet 
1908  Zeche Zweckel abgeteuft; erster Name „Potsdam“ 
1910  Rathaus gebaut (als Amtshaus) 
1913  Amtsgericht und „Kaiser-Wilhelm-Hallenbad“ an der Schützenstraße 
1919  21. Juli: Stadtrechte verliehen
Finanzamt errichtet 
1920  Gladbeck wird Stadtkreis (seit 1816 im Landkreis Recklinghausen) 
1925 - 1929   wirtschaftlicher Aufschwung; unter Oberbürgermeister Dr. Michael Jovy gelingt eine wegweisende städtebauliche Entwicklung 
1922  Stadt kauft Haus Wittringen mit Stadtwald an 
1928  Aufbau Haus Wittringens zum Museum, Bau der Gaststätte Wittringen, Stadion, Freibad, Stadtwald als Volkserholungsstätte  
1936  Bau der Autobahn (heute A 2)  
1952  Ansiedlung Phenolchemie und Deutsche Rockwool
Strukturwandel im Ruhrgebiet  
1962 - 1990  Siemens Fernsprechtechnik mit geplanten 4.800 Arbeitsplätzen 
1963  Stilllegung der Zechen Zweckel / Scholven 
1971  Ende des Bergbaus, Graf Moltke III/IV stillgelegt 
1975  Kommunale Neugliederung: Eingemeindung von Gladbeck und Kirchhellen nach Bottrop, genannt „Glabotki“  
1975  6. Dezember: Verfassungsgericht in Münster setzt das „Glabotki-Gesetz“ außer Kraft. Wiedererlangung der Selbständigkeit Gladbecks und Zugehörigkeit zum Kreis Recklinghausen im Mai 1976. 
1989  Wiederaufleben des Appeltatenfestes (früher Lambertimarkt) 
1995  Innovationszentrum Wiesenbusch 
1997  Auszeichnung als kinder- und familienfreundliche Stadt 
2005/06  Abriss der PCB-verseuchten Rathaus-Bürotürme; Bau des Neuen Rathauses 

Einwohnerzahlen Gladbecks

Datum:  Einwohner  Datum:   Einwohner  Datum:  Einwohner 
1569  1.200 – 1.300  1900  11.607  1960  84.187 
1797  rd. 2.400  1910  39.185  1970  83.213 
1821  2.367  1920  57.706  1980  82.432 
1870  2.775  1930  61.432  1990  80.267 
1875  2.999  1940  61.116  2000  79.179 
1880  3.429  1945  59.150  2003  78.120 
1890  6.760  1950  72.150  2006 (31.12.)  77.436