
„Abgemeldet nach unbekannt“, so lautet der Eintrag in Einwohnermeldeämtern im Januar 1942. Ausgerechnet in den sonst so penibel geführten Akten fehlte der Zielort des „Wegzuges“ aus der Heimat. „Abgemeldet“ wurden die letzten, noch im Vest Recklinghausen lebenden jüdischen Einwohner. Seit Jahren waren sie diskriminiert, wirtschaftlich ruiniert und zuletzt in „Judenhäusern“ isoliert worden. Nun hatten sie den Befehl zur „Umsiedlung“ erhalten. Unbekannt war ihnen auch das Ziel der Deportation. Bei eisigen Temperaturen fuhr der Zug in das „Reichsghetto Riga“.
Aus Anlass des zweijährigen Beitritts der Stadt Gladbeck zum „Riga-Komitee“ erinnert der Vortrag an das Schicksal dieser Bürgerinnen und Bürger, an ihre Deportation und an das, was sie in Riga erwartete.
Gemeinsam mit der VHS. Eintritt frei! Anmeldung in der VHS, Tel. 99 24 15 oder E-Mail: .
